Gemeinde Aholming Gemeinde Aholming

Geschichte der Ortsteile

1368 ist erstmals ein Albrecht der Perchkhaimer zu Penzling nachgewiesen.

Als Penzling später den Notthaffts zufiel, wurde es der Herrschaft Aholming einverleibt; nur im 16. Jahrhundert wurde es noch als eigene geschlossene Hofmark betrachtet, dann aber ging es als Dorf in der Herrschaft Aholming auf.

Die Hochgerichtsbarkeit Aholmings erstreckte sich auch auf Penzling.

Tabertshausen

Die alte Ortschaft Tabertshausen, auf dem früheren Isarhochufer gelegen, dürfte seine Gründung einem Tagebrecht(Dagobert) zu verdanken haben. 

Von den Einwohnern dieses Ortes erschien ein "Luitgos de Tagebrechtshusen" schon im Jahre 1076 beim Kloster St.Nikola in Passau als Zeuge und war Ministerial desselben. 

Beim gleichen Kloster traten auch "Werinhart de Tagebrechtshusen" um 1120 und "Dietmar de Tagebrechtshusen" von 1120 - 1165 mehrmals als Zeugen auf. In dieser Siedlung besaß auch "Alram, der Ältere von Chambe" ein Gut, welches er um 1170 an das Kloster Aldersbach schenkte.

Bereits im 13. Jh. errichtete die gläubige Bevölkerung eine eigene Kirche im Zentrum ihres Ortes. Später kam die Ortschaft zum Herrschaft Aholming und war eine Hofmark derselben; seit dieser Zeit gehört Tabertshausen zur Pfarrei und Gemeinde Aholming.

Die Weiler Rauchschwaig, Tabertshausenerschwaig, Garnschwaig und Breitfeld, in der Isarniederung gelegen, dürften um 1800 entstanden sein, als die Isar ein festes Flußbett erhielt. Um die Jahrhundertwende bemühten sich die Einwohner von Tabertshausen und Neutiefenweg um ein eigenes Schulhaus, welches im Jahre 1902 eröffnet werden konnte. 1967 wurde es im Rahmen der Schulreform in Bayern wieder aufgelöst.

Tabertshausen war im Hochmittelalter der Stammsitz eines Ministerialengeschlechts des Passauer Hochstifts. Der erste Vertreter dieses Geschlechts ist noch früher nachzuweisen als beim Geschlecht der Aholminger, nämlich schon 1076 (Luitgotz de Tabrechshusen).

Bis zum Übergang Tabertshausens an die Notthaffts fehlt dann jegliche Nachricht.

Der Ort hatte daraufhin das selbe Schicksal, wie Penzling, er kam als ursprünglich noch selbständige geschlossene Hofmark zur Herrschaft Aholming, deren Hochgerichtsbarkeit sich auch auf Tabertshausen erstreckte.

Glockenweihe 1952

Während des 2. Weltkrieges wurden von den Mächtigen des 3. Reiches die Glocken von den Türmen geholt, um daraus Kanonen zu gießen. So wurde auch in Tabertshausen die kleinere der beiden Glocken vom Turm geholt.

1952 konnte unter Kirchenpfleger Ludwig Ninding wieder eine neue Glocke angeschafft werden. Pfarrer Heinrich Sickinger weihte sie, während sich die Gastwirtin Maria Loibl als Glockenmutter zur Verfügung stellte.

Neutiefenweg

Neutiefenweg, heute ein Dorf mit 240 Einwohnern, blickt auf eine relativ junge Geschichte zurück. Nachdem um 1829 die Gräfin Kielmannsegg die Hofmark Niederpöring käuflich erworben hatte, löste sie den Grundbesitz nach und nach auf und legte in der Zeit um 1835 die Kolonie Neutiefenweg an. Dies war aber nur möglich, da die Isar mit dem Durchstich in den Jahren zwischen 1805 und 1815 ein festes Flussbett erhielt.

Die in der Isarniederung zwischen Plattling und Niederpöring gelegene Ortschaft Neutiefenweg steht auf Schwemmgrund der Isar, abgelagert durch den ungeregelten Flusslauf. Als damals die ersten Siedler, ehemals Schlossbedienstete in Niederpöring, unter schwierigsten Unständen mir der Rodung und Urbarmachung dieses verwilderten Landstriches begannen, wussten sie nicht, ob dies für ihre Familien jemals eine Existenzgrundlage bietet. Durch ihren Fleiß und in jahrzehntelanger, harter Arbeit, schufen sie die heute etwa 250 ha große mit ca. 240 Einwohnern zählende Ortschaft Neutiefenweg.

Neutiefenweg gehört erst seit dem 1.10.1971, als es im Zuge der Gebietsreform eingegliedert wurde, zur Gemeinde Aholming. Zuvor war es - in wechselndem Rhythmus - mal der Gemeinde Niederpöring zugehörig, mal selbständige Gemeinde.